Mittwoch, 1. Juli 2015

Ein Misserfolg - und doch ein Erfolg?

Heute war der grosse Tag - Die Wetterbedingungen passten, die Zeit zum Fliegen war auch da, das DABS zeigte keine grossen Auffälligkeiten - somit konnte Heute am 1.7.15 voll angegriffen werden!

Der Plan steht schon einige Zeit, Flims - Disentis - Retour! Und heute solls sein!

Nun - heute sollte es eben NICHT sein. Wie so häufig kommts anders als man denkt. War ja nicht der erste Versuch und ich dachte, meine Lehren aus den vorherigen Versuchen gezogen zu haben; nämlich bei Brigels mit genügend Höhe einzutreffen.

Der Start war ganz ok, beim Cassons einige Meter Höhe mitgenommen und ziemlich zügig losgezogen. Die Tagesform war heute nicht bei 100%, vielleicht bei 95%. Die Wolken hingen beim Grat, schienen sich ziemlich stark zu entwickeln, somit wollte ich mich mit genügend Sicherheitsabstand zur Talmitte hin den tieferen Schläuchen entlang nach Disentis hangeln. Vor Brigels volle 2800m Höhe mitgenommen, so sollte es klappen! Leider war das falsch gedacht, beim nächsten erhofften Schlauch war leider nix mehr auf 2200m, da hätte ich vorher doch höher zum Grat hin fliegen sollen.

Leider nicht gemacht, die Quittung 20 Min. später in Zignau erhalten. Nach nur 1h15 min und 25km Strecke gestrandet. Cassons - Zignau


Nun zum Fazit: Mein Ziel weit verfehlt! Und doch ists ein Erfolg, denn:

Es war ein absolut sicherer Flug mit einer absolut sauberen Aussenlandung
Es war ein herrlicher Flug und eine schöne Abkühlung bei dieser Affenhitze

Hab' was gelehrt: Im Sommer deutlich höher fliegen als im Frühling!

Zu guter Letzt: Mein erstes Saisonziel - im CCC die Gesamtpunktzahl von 100 pkt. zu knacken habe ich mit dem heutigen Flug erreicht trotz des "Missgeschicks".

Nun freue ich mich auf meine nächsten Flüge!


Cheers!


Donnerstag, 25. Juni 2015

Feierabend - Soaring auf der Bündner Rigi

Dies war wieder mal ein herrlicher Tag! - Frei nach dem Motto - zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Denn der Tag begann, wie ein Mittwoch immer beginnt - mit Arbeit: Zuerst bis am Mittag arbeiten, um danach den Nachmittag nach Möglichkeit in der Luft zu verbringen. 

Erster Flug war um ca. 14.00 Uhr, aus der Ferne ein Streckenpilot auf Höhe Crap Masegn gesichtet, leider eignet sich die Bündner Rigi nicht gerade gut, um die Basishöhe zu erreichen, besonders nicht um diese Tageszeit.
Trotzdem war der Flug nicht schlecht, denn schliesslich muss das neue Gurtzeug noch auf mich und der Beschleuniger auf den Gleitschirm angepasst werden.

Zweiter Flug, ca. 15.30 Uhr, Strecke ist für heute kein Thema mehr, viel mehr interessiert, ob's zum soaren reicht! Einige Minuten kann ich mich halten, aber der Wind ist noch zu schwach. Rund eine halbe Stunde später stehe ich wieder am Boden, aber ermutigt, denn der Wind nimmt immer noch zu.

Dritter Flug: Der Wind hat zugelegt. Start um ca. 17.00 Uhr. Die Ehre als Kanonenfutter wird mir zugeteilt und ich darf als erster mein Glück versuchen. Kurz nach dem Start geht's bereits nach oben, und wenige Minuten später sind schon die nächsten gefolgt. Die Bedingungen sind nicht der absolute Hammer, aber es geht doch sehr schön aufwärts. Bis auf ca. 1950müM geht's hoch, den Piz Mundaun war leider nicht komplett zu erreichen.

xcontest file

Der Wind war dafür aber super laminar, die Abendstimmung einfach herrlich!








Blick ins Valsertal

Auf Verfolgungsjagt richtung Landeplatz

Kleiner Gruss vom freundlichen Bär!

Nach rund 90 Minuten fand auch dieser Flug sein Ende, nicht, weil man nicht mehr soaren konnte - obwohl der Wind bereits wieder etwas abgab - sondern weils einfach Zeit für's Abendessen wurde... ;-)

Nach diesem Tag braucht das Gurtzeug nur noch minimale Korrekturen in der Einstellung und das Gefühl in der Luft ist nun absolut genial. Ich freue mich bereits jetzt auf die nächsten Flüge!


Greez!

Silair

Mittwoch, 17. Juni 2015

Bär im Bündnerland gesichtet!

EILMELDUNG!

- Es wurde allem Anschein nach ein Bär in den Bündner Bergen gesichtet! Den Gerüchten zufolge soll aber das Tier nicht aus Italien sondern viel mehr aus Bern eingewandert sein! Diese Theorie wird anscheinend durch sein tarnfarbenes Fell in den typischen Berner Camouflage - Farben (Gelb-Schwarz-Rot) untermauert.

Aber sieht selbst, denn glücklicherweise konnten von diesem scheuen Tier Amateurbilder geschossen werden.




Mittwoch, 10. Juni 2015

Kiteferien in Ulcinj

Endlich war es wieder so weit, die (mittlerweile) alljährlichen Kiteferien standen an! Diesmal war's nicht Ägypten wo's die letzten dreimal waren - zweimal Hamata, einmal El Gouna - sondern Ulcinj in Montenegro!

Der Flug ging am 31.5. ab Zürich zu humaner Zeit (13.30) und wir landeten nach nicht einmal zwei Stunden Flugzeit sicher in Podgorica - der Hauptstadt von Montenegro.
Als Erstes erstaunte der ziemlich kleine Flughafen, schliesslich sind wir in der Hauptstadt dieses Landes! Gut - Montenegro ist klein, also soweit alles in Butter.
Zum zweiten Mal erstaunte dann der Transfer nach Ada Bojana (Ulcinj) zum Kitespot. Schnellstrasse? Autobahn? Beides Fehlanzeige! Über durchschnittlich ausgebaute Hauptstrassen und durch Dörfer führte uns die in Etwa zwei stündige Autofahrt an unser Ziel - die Bungalow - Hotelanlage Ada Bojana Resort mit dem angeschlossenen Kitecenter Kitesfera.

 Die Bungalow - Anlagen im Ada Bojana Resort
 Kitesfera - Kitestation
 Die Flussmündung mit den legendären zwei Kühen!

 Nochmals die Flussmündung etwas weiter Stromaufwärts, Flachwasser in Perfektion!

 Kitebeach...

 Flussmündung bei abendlicher Stimmung


Die Kitestation, im Vordergrund die "Sandbank", wo in der Hauptsaison die vielen Kites liegen


Am nächsten Tag ging's gemütlich ans zusammenschrauben der Bretter und einnisten in der Station. Das Ganze war absolut ohne Hektik, denn in Ulcinj kommt der Wind thermisch bedingt erst nach dem Mittag. Somit ist ausschlafen an der Tagesordnung!

Der Spot besteht aus zwei Teilen, einerseits dem Fluss und andererseits aus dem offenen Meer. Der Wind kommt side-on von rechts. In der Flussmündung hat man absolut flaches Wasser fürs freestylen. Auf dem Meer gibt's durch den Wind aufgebaute Wellen, die an stärkeren Tagen gut über 1 Meter gross werden können.

Der Spot aufs Meer hinaus, hier leider bei kaum Wind, darum auch fast keine Wellen.

Bescheidener Tailgrab bei relativ wenig Wind - aber bei absolut flachem Wasser in der Flussmündung!


Zum Wind - der kommt zuverlässig. Bei schönem Wetter (ausgenommen man steht in einer starken Ostwindströmung) hat man immer Wind. Heisst, von zehn Tagen war ich an 9 Tagen am fahren, wobei die letzten zwei Tage - durchzogenes Wetter sei dank - nicht mehr das Gelbe vom Ei waren. 

Nun - was folgt auf einen erfolgreichen Kitetag? Natürlich das Essen! Entlang des Flusses finden sich super schöne Restaurants, die den täglich fangfrischen Fisch besonders lecker zubereiten! Hier einige Eindrücke...

der abendliche Gang zu den Restaurants

 
 Tja, der Seeteufel musste wohl dran glauben...

... wie unschwer zu erkennen ist!

Auch am letzten Abend gab's wieder hervorragenden Fisch!

Was gib'ts sonst noch zu tun in Ada Bojana? Man kann auch einen Downwinder machen! Schlappe 12 km nördlich sticht man in See; wenn denn der Wind auch mitspielt!
nach ca. 200m downwind fahren stellte der Wind definitiv ab, wir konnten uns noch gerade an den Strand retten. 

Kurz nach dem Start war Pause angesagt. Aber zum Glück kommt der Wind IMMER wenn's schön ist! Also kurz warten, und dann weiter ab die Post!

Der Big Boss der Kitestation! Als der Downwinder dann endlich richtig los ging!

Was kann man bei gar keinem Wind machen? Ein Ausflug nach Ulcinj lohnt sich allentweilen. Die Stadt hat eine sehr schöne alte Gebäudeanlage, die mit Restaurants gespickt ist. Da lässt es sich sehr gut essen.

Die diversen Restaurants mit bestem Ausblick

Abschliessend kann ich sagen, dass Ulcinj auf jeden Fall eine Reise wert ist! Wir hatten eine super Zeit, gut Wind und viele Fortschritte zu verbuchen! 

Gib mir Bescheid, wenn's dich nach Ulcinj zieht! Vielleicht kann ich dir ja einen kleinen Tipp mit auf den Weg geben? - Vranac Barrique ist übrigens sehr empfehlenswert, besonders 2008!


Greez

Silair

Mittwoch, 27. Mai 2015

Soaren mit Freu(n)den auf der Bünder Rigi!

Heute waren wieder einmal super Bedingungen zum Soaren und Groundhandeln! Ist schon schön, an einem Mittwoch Nachmittag frei zu haben! ;-)


 Bilder sagen mehr als Worte? Na dann, sieh selbst! (Fotos mit JVC Action - Cam gemacht, 10 Sec. Intervall)


Kurz vor dem Start, noch den Kollegen vorbeifliegen lassen...



...dann sofort hinterher!


 
Herrlich wie's trägt!



Die Ohren waren sehr viel im Einsatz! Ohne ging's aber einer gewissen Höhe nicht mehr runter.



Nicht nur ich musste die Ohren anlegen...



Nach kurzer Pause ging's gleich wieder los!



Formation in Sicht!



Einige sanfte Wingover hatten auch noch Platz



Wennschon nicht in der Luft - zumindest als Schatten kamen sich unsere Schirme ziemlich nahe.




Waren herrliche Momente! Bin gespannt wann's wieder passt. Vielleicht bist du das nächste Mal auch dabei?


Cheers!

Dienstag, 19. Mai 2015

Kurze Erklärung! WICHTIG!!!

Da ich bereits erste Feedbacks erhalten habe, möchte ich ganz kurz erklären, was der Sinn dieses Blogs ist!

Ich bin - wie man eigentlich lesen kann - ANFÄNGER. Ich habe im September 14 meinen ersten Flug gemacht, das Brevet diesen Frühling. Bisher habe ich etwas über 100 Flüge gemacht. Insgesamt etwa 30 Flugstunden (ca. 70 Flüge von 10 Min. oder weniger während der Schulung).

Dieser Blog soll dazu da sein, für diejenigen, die sich für die FORTSCHRITTE eines ANFÄNGERS interessieren.

Es geht NICHT darum, dass ich behaupte, ich wäre ein super Pilot, geschweige denn dass ich absolut perfekt das Material analysieren könnte.

ABER ich weiss, was ich fühle. Und vielleicht interessiert es andere Piloten, die ebenfalls nicht so viel Erfahrung haben, was ich erlebe und erleben werde, wenn ich meine Ziele im "Streckenfliegen" zu erreichen versuche. Und mir ist auch bewusst, dass man bei 20-30 km noch nicht von wirklich richtigen Strecken sprechen kann. Aber frage dich selbst: Welches ist die bessere Leistung: 50km in einem Fluggebiet zu fliegen, das du wie deine Westentasche kennst, oder 20-30km in einem Gebiet fliegen, wo du noch NIE warst. Das ist es bei mir, jedes Mal, wenn ich auf "Strecke" gehe, ist es komplett neu, ausser gerade bei meinem Heimfluggebiet, dort kenne ich nun mittlerweile zwei, drei gute Plätze, wo sich häufig Thermik ablöst.

DARUM schreibe ich auch über Material. Wenn mir ein Schirm oder ein Gurtzeug mehr Vertrauen gibt und ich ruhiger und entspannter bin, wird mir dies in der Luft viel mehr bringen, als ein Schirm der viel leistungsfähiger und schneller ist. Trotzdem bin ich froh, dass ich mit dem Rise 2 einen Schirm gefunden habe, der dem Montana leistungsmässig deutlich etwas voraus hat. Wie viel das ist weiss ich nicht. Aber in den bisherigen Testflügen merkte ich doch den Unterschied zum Montana.

Als kleine AUFFRISCHUNG - meine Ziele als ANFÄNGER für diese Saison:

- 50km Strecke
- im ccc mich in der ersten Hälfte platzieren

Sportlich gesehen sind dies keine grossen Ambitionen. Aber das muss es auch nicht. Ich bin ANFÄNGER - und als ANFÄNGER sind diese Ziele bereits ambitioniert. Aber vielleicht kann ich mit diesem Blog auch anderen Anfängern zeigen, dass das Streckenfliegen keine so grosse Hexerei ist. Vielleicht falle ich auch auf die Nase, aber das gehört zum Leben. Wenn jemand anderes dafür aus meinen kommenden Erfahrungen profitiert ist das auch was.


Eine glückliche Fügung führt mich zu Airdesign!

Hallo lieber Blog leser!

In meinem letzten Post sprach ich von meinen persönlichen Zielen. Nun darf ich über das Material berichten, mit dem ich meine Ziele erreichen möchte!

Materialtechnisch wird sich nämlich einiges ändern. Mein aktuelles Material, der Gradient Montana 24 und das Gurtzeug MCC Aviation Vice Versa sind zwar toll, aber diese Kombination ist mir zu reaktiv, gerade mit dem sehr grossen Sitzbrett der Grösse L des Gurtzeugs. Die Leistung des Montana ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei, wenn man grössere Strecken zurücklegen möchte. Dazu muss ich aber sagen, dass der Schirm sicher nicht der limitierende Faktor darstellt, sondern ich. Der entscheidende Faktor ist aber, dass ich nach 1 bis 2h Flug in bewegter Luft mental ziemlich stark gefordert bin, und nicht unglücklich bin, wieder Boden unter den Füssen zu haben. Diese Einstellung bringt mir längerfristig nicht das, was ich möchte. Somit habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut.

Da Swissfly eng mit Airdesign zusammenarbeitet durfte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den Rise 2 zu testen. Die Überraschung war gross. Zuerst testete ich nur den Schirm bei ein paar kurzen Abgleitern, um zu sehen, wie der Schirm reagiert, danach kam noch ein anderes Gurtzeug dazu.
Somit durfte ich das Gurtzeug von Sup'Air - das Delight 2 M - testfliegen, gemeinsam mit dem Airdesign Rise 2. Diese Kombination ist absolut genial. Der Schirm bringt mir diese Stabilität und Ruhe, die ich beim Montana vermisse. Nach dem schönen Testflug von 1 1/2h war leider die Landung angezeigt, da der Deckel irgendwann komplett zu war (siehe Bild). Der entscheidende Punkt für den Materialwechsel war schlussendlich bei der Landung. Nach diesen 1 1/2h Flug war ich absolut tiefenentspannt und hatte zum ersten Mal das Gefühl, nochmals locker 1 oder 2 weitere Stunden anzuhängen. - So muss das sein!

http://www.xcontest.org/world/en/flights/detail:silair/2.5.2015/11:48
Hier der entsprechende Testflug mit dem Rise 2 und dem Delight 2

Beim Gurtzeug bin ich mit dem Delight 2 sehr zufrieden, ich fühle mich auf Anhieb sehr wohl, der Ein - und Ausstieg in und aus dem Beinsack funktioniert sehr einfach. Einzig sind die Schultergurte etwas kurz geraten bei der Grösse M, (sind beim Vorgänger länger) darum musste ich die Grösse L bestellen.

Nun warte ich gespannt auf das bestellte Material und kann es kaum noch erwarten, endlich meinen eigenen Rise 2 in den Händen zu halten! Wie es sich für einen besonders tollen Schirm gehört muss natürlich auch ein besonderes Design drauf! Aber sieh selbst, sobald der Schirm eingetroffen ist! :-D