Mittwoch, 27. Mai 2015

Soaren mit Freu(n)den auf der Bünder Rigi!

Heute waren wieder einmal super Bedingungen zum Soaren und Groundhandeln! Ist schon schön, an einem Mittwoch Nachmittag frei zu haben! ;-)


 Bilder sagen mehr als Worte? Na dann, sieh selbst! (Fotos mit JVC Action - Cam gemacht, 10 Sec. Intervall)


Kurz vor dem Start, noch den Kollegen vorbeifliegen lassen...



...dann sofort hinterher!


 
Herrlich wie's trägt!



Die Ohren waren sehr viel im Einsatz! Ohne ging's aber einer gewissen Höhe nicht mehr runter.



Nicht nur ich musste die Ohren anlegen...



Nach kurzer Pause ging's gleich wieder los!



Formation in Sicht!



Einige sanfte Wingover hatten auch noch Platz



Wennschon nicht in der Luft - zumindest als Schatten kamen sich unsere Schirme ziemlich nahe.




Waren herrliche Momente! Bin gespannt wann's wieder passt. Vielleicht bist du das nächste Mal auch dabei?


Cheers!

Dienstag, 19. Mai 2015

Kurze Erklärung! WICHTIG!!!

Da ich bereits erste Feedbacks erhalten habe, möchte ich ganz kurz erklären, was der Sinn dieses Blogs ist!

Ich bin - wie man eigentlich lesen kann - ANFÄNGER. Ich habe im September 14 meinen ersten Flug gemacht, das Brevet diesen Frühling. Bisher habe ich etwas über 100 Flüge gemacht. Insgesamt etwa 30 Flugstunden (ca. 70 Flüge von 10 Min. oder weniger während der Schulung).

Dieser Blog soll dazu da sein, für diejenigen, die sich für die FORTSCHRITTE eines ANFÄNGERS interessieren.

Es geht NICHT darum, dass ich behaupte, ich wäre ein super Pilot, geschweige denn dass ich absolut perfekt das Material analysieren könnte.

ABER ich weiss, was ich fühle. Und vielleicht interessiert es andere Piloten, die ebenfalls nicht so viel Erfahrung haben, was ich erlebe und erleben werde, wenn ich meine Ziele im "Streckenfliegen" zu erreichen versuche. Und mir ist auch bewusst, dass man bei 20-30 km noch nicht von wirklich richtigen Strecken sprechen kann. Aber frage dich selbst: Welches ist die bessere Leistung: 50km in einem Fluggebiet zu fliegen, das du wie deine Westentasche kennst, oder 20-30km in einem Gebiet fliegen, wo du noch NIE warst. Das ist es bei mir, jedes Mal, wenn ich auf "Strecke" gehe, ist es komplett neu, ausser gerade bei meinem Heimfluggebiet, dort kenne ich nun mittlerweile zwei, drei gute Plätze, wo sich häufig Thermik ablöst.

DARUM schreibe ich auch über Material. Wenn mir ein Schirm oder ein Gurtzeug mehr Vertrauen gibt und ich ruhiger und entspannter bin, wird mir dies in der Luft viel mehr bringen, als ein Schirm der viel leistungsfähiger und schneller ist. Trotzdem bin ich froh, dass ich mit dem Rise 2 einen Schirm gefunden habe, der dem Montana leistungsmässig deutlich etwas voraus hat. Wie viel das ist weiss ich nicht. Aber in den bisherigen Testflügen merkte ich doch den Unterschied zum Montana.

Als kleine AUFFRISCHUNG - meine Ziele als ANFÄNGER für diese Saison:

- 50km Strecke
- im ccc mich in der ersten Hälfte platzieren

Sportlich gesehen sind dies keine grossen Ambitionen. Aber das muss es auch nicht. Ich bin ANFÄNGER - und als ANFÄNGER sind diese Ziele bereits ambitioniert. Aber vielleicht kann ich mit diesem Blog auch anderen Anfängern zeigen, dass das Streckenfliegen keine so grosse Hexerei ist. Vielleicht falle ich auch auf die Nase, aber das gehört zum Leben. Wenn jemand anderes dafür aus meinen kommenden Erfahrungen profitiert ist das auch was.


Eine glückliche Fügung führt mich zu Airdesign!

Hallo lieber Blog leser!

In meinem letzten Post sprach ich von meinen persönlichen Zielen. Nun darf ich über das Material berichten, mit dem ich meine Ziele erreichen möchte!

Materialtechnisch wird sich nämlich einiges ändern. Mein aktuelles Material, der Gradient Montana 24 und das Gurtzeug MCC Aviation Vice Versa sind zwar toll, aber diese Kombination ist mir zu reaktiv, gerade mit dem sehr grossen Sitzbrett der Grösse L des Gurtzeugs. Die Leistung des Montana ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei, wenn man grössere Strecken zurücklegen möchte. Dazu muss ich aber sagen, dass der Schirm sicher nicht der limitierende Faktor darstellt, sondern ich. Der entscheidende Faktor ist aber, dass ich nach 1 bis 2h Flug in bewegter Luft mental ziemlich stark gefordert bin, und nicht unglücklich bin, wieder Boden unter den Füssen zu haben. Diese Einstellung bringt mir längerfristig nicht das, was ich möchte. Somit habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut.

Da Swissfly eng mit Airdesign zusammenarbeitet durfte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den Rise 2 zu testen. Die Überraschung war gross. Zuerst testete ich nur den Schirm bei ein paar kurzen Abgleitern, um zu sehen, wie der Schirm reagiert, danach kam noch ein anderes Gurtzeug dazu.
Somit durfte ich das Gurtzeug von Sup'Air - das Delight 2 M - testfliegen, gemeinsam mit dem Airdesign Rise 2. Diese Kombination ist absolut genial. Der Schirm bringt mir diese Stabilität und Ruhe, die ich beim Montana vermisse. Nach dem schönen Testflug von 1 1/2h war leider die Landung angezeigt, da der Deckel irgendwann komplett zu war (siehe Bild). Der entscheidende Punkt für den Materialwechsel war schlussendlich bei der Landung. Nach diesen 1 1/2h Flug war ich absolut tiefenentspannt und hatte zum ersten Mal das Gefühl, nochmals locker 1 oder 2 weitere Stunden anzuhängen. - So muss das sein!

http://www.xcontest.org/world/en/flights/detail:silair/2.5.2015/11:48
Hier der entsprechende Testflug mit dem Rise 2 und dem Delight 2

Beim Gurtzeug bin ich mit dem Delight 2 sehr zufrieden, ich fühle mich auf Anhieb sehr wohl, der Ein - und Ausstieg in und aus dem Beinsack funktioniert sehr einfach. Einzig sind die Schultergurte etwas kurz geraten bei der Grösse M, (sind beim Vorgänger länger) darum musste ich die Grösse L bestellen.

Nun warte ich gespannt auf das bestellte Material und kann es kaum noch erwarten, endlich meinen eigenen Rise 2 in den Händen zu halten! Wie es sich für einen besonders tollen Schirm gehört muss natürlich auch ein besonderes Design drauf! Aber sieh selbst, sobald der Schirm eingetroffen ist! :-D

Ziele gleitschirmtechnisch für diese Saison

In meinem zweiten Blog gehts darum, dich auf den aktuellen Stand aufzudatieren. Schliesslich hat sich bereits Einiges getan, was meine Ziele und meine Fortschritte anbelangt.

In der Zwischenzeit konnte ich nämlich einerseits meinen Flugschein machen, und andererseits auch streckenflugbezogen erste persönliche Erfolge feiern. Dies sind unter anderem, einen ersten +10km Flug fliegen, der im ccc somit in die Wertung kommt. Das zweite Ziel war natürlich, vier solche Flüge zu machen, damit die zählenden Flüge komplett sind. Dieses Ziel darf ich auch als erreicht bezeichnen.

Nun stehen folgende Ziele im Vordergrund:

1. Zwischenziel im ccc die 100 Punkte zu knacken -GESCHAFFT!-
2. Erster Streckenflug mit 50+ Km
3. Bis Ende Saison in der Fun and Safety - Kategorie im ccc die Position in der vorderen Hälfte zu verteidigen
4. Viel Spass haben in der Luft und am Boden
5. Immer sichere Landungen und Flüge zu machen

Diese Ziele sind nicht absolut, (bis auf Punkt 4 und 5) schliesslich ist dies meine erste Flugsaison und man soll ja auch noch weitere Ziele für die kommenden Jahre haben!

Das ist's soweit für den Moment!

Cheers!

Montag, 18. Mai 2015

Wie alles begann - oder wie aus einem Hobby zwei wurden

Hallo lieber Blog - leser.

Auf dieser Seite wirst du einiges über meine "sportlichen" Aktivitäten kennen lernen. Ich selbst habe noch keine Ahnung, was aus diesem Blog wird. Aber das wird sich zeigen.

Nun, zu Beginn möchte ich kurz erzählen, wie ich zum Fliegen komme. Dies hat seinen Ursprung in Ägypten. - Nein, dort habe ich nicht fliegen gelernt, zumindest nicht so direkt. Im Januar 2013 war ich in Ägypten zum ersten Mal kitesurfen. Das hat mich absolut fasziniert. Der Sport hat mich seitdem nicht mehr los gelassen. Und wie wir alle wissen, ist es beim Kitesurfen möglich, relativ hohe Sprünge zu machen und dementsprechend "lange" Flüge zu geniessen.


Zudem verleiht einem der Kite die nötige Leichtigkeit, dass man tatsächlich das Gefühl bekommt, über das Wasser zu fliegen und nicht zu fahren. So war ich seitdem regelmässig auf der Suche nach genügend Wind und in den Ferien gehts eigentlich ausschliesslich zum Kiten. Dies wird sich nicht sehr stark ändern, auch darüber wird in diesem Blog geschrieben werden.

Aber wie komme ich denn überhaupt auf's Gleitschirmfliegen? Meine Partnerin wollte schon immer einmal gleitschirmfliegen. Ich dachte - und das war wohl ein "kleiner" Irrtum - Gleitschirmfliegen ist was zum geniessen, das können wir mit 40 Jahren machen. Wenn wir dann etwas ruhiger geworden sind.
Als wir letztes Jahr umgezogen sind, direkt in ein Fluggebiet in den Bündner Bergen, liess mich aber dieser Gedanke nicht mehr los. Also dachte ich, wieso sollte ich nicht mit dem Fliegen beginnen, wenn ich's ja schon vor der Nase hab!

Dann hab' ich nach einer passenden Flugschule gesucht und diese auch bei der Flugschule Swissfly gefunden!
So startete meine Flugkarriere. Im Herbst standen bereits die ersten Thermikflüge auf dem Programm, da merkte ich plötzlich, wie sportlich und alles Andere als "gemütlich" das Fliegen doch sein kann. Im Winter durch stand üben, üben und nochmals üben auf dem Programm, schliesslich wollte ich möglichst schnell den Flugschein, damit ich (noch) freier fliegen konnte. Denn ich merkte da schon ziemlich schnell, dass ich eine Herausforderung brauche. Möglichkeit eins - Akrofliegen, möglichkeit zwei - Strecke machen. Da beim Akrofliegen das Risiko eines Absturzes oder zumindest eines Notschirm - Abgangs mir deutlich höher scheint, entschied ich mich für das Streckenfliegen. Oder zumindest mich in diese Richtung zu entwickeln.

Du siehst, da wurde plötzlich aus dem Kitesurfen eine weitere Begeisterung geweckt, somit habe ich mit dem Gleitschirmfliegen und dem Surfen zwei ganz tolle Hobbies gefunden!

Im nächsten Blog werde ich darauf eingehen, wie sich nun meine fliegerische Karriere entwickelt hat, und was für Ziele ich mir für diese Saison gesteckt habe.